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Download Biographische Erziehungswissenschaft: Lebenslauf, by Detlef Garz PDF

By Detlef Garz

Das Buch bietet eine Hinführung zum Konzept der Biographie sowie der biographischen und moralischen Entwicklung, wobei zugleich Verbindungen zu Vorstellungen und Möglichkeiten von Erziehung hergestellt werden.
Biographie, Lebenslauf und Entwicklung in ihrer Gestalt als Anerkennungs- und Aberkennungsprozess stehen seit einiger Zeit im Brennpunkt erziehungswissenschaftlichen Räsonierens, d.h. Theoretisierens wie Forschens und praktischen Handelns.
Im Buch werden unterschiedliche Stränge entwicklungsbezogenen Argumentierens vorgestellt und im Hinblick auf ihre inhaltliche Ausprägung diskutiert.
Dabei handelt es sich vor allem um die Genese moralischen Urteilens einerseits, sowie um die Ausbildung aber auch die Zerstörung menschlicher Möglichkeiten in ihrer biographischen Gestalt andererseits. Außerdem thematisiert das Buch Erziehungsvorstellungen, die in besonderem Maße die Tatsache der menschlichen Entwicklung berücksichtigen und sich unter der Überschrift "Mäeutik" zusammenfassen lassen.

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Non-direktive Pädagogik: Eine Einführung in Grundlagen und Praxis des selbstbestimmten Lernens

Es wird ein Konzept pädagogischer Arbeit entwickelt, dessen zentrales Anliegen darin besteht, Lernprozesse im institutionellen und außerschulischen Bereich von erzieherischer Lenkung und Vereinnahmung zu befreien. Die 1. Auflage dieses Werkes ist 1980 im Westdeutschen Verlag erschienen.

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Bereits im Jahr 1919, also nicht lange nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, schreibt sie. "Ich fUhle ganz bestimmt, daB in einer sozialistischen Gesellschaft sich mehr Gerechtigkeit und Gleichheit durchsetzen wtirde, als in dem gegenwlirtigen System. Ich bewundere den Enthusiasmus jener jungen Arbeiter, die in der Lage sind, sich diesem Ideal der sozialen Gerechtigkeit trotz ihrer elenden Lebensbedingungen hinzugeben" (Ms. HW, S. 20). h. fUr Hilda Weiss gerechten Gesellschaft, die Hand in Hand geht mit dem alltaglichen, aktiven Einbezug in die Angelegenheiten der Arbeiterklasse, die ihre Stimme und institutionelle Vertretung vor allem in den Gewerkschaften fand.

Ich kann mich an meine schwierige Situation als einzige Frau in der Betriebsversammlung erinnern. Die jungen Arbeiter wollten eng mit mir befreundet sein, dann wollten sie Liebe von mir .... Aber wenn ein junger Mann mich ktissen oder heiraten wollte, weigerte ich mich und sagte: ,Ich gehore der Gewerkschaft, ich habe keine Zeit flir irgend etwas anderes': "Ich gehorte der Gewerkschaft mit meinem Korper, meiner Seele und meinem Denken. Es war diese deutsche Qualitat des asketischen Heroismus und der vollstandigen Selbstunterordnung, die von mir Besitz genommen hatte, und alles was ich besaB und alles, was ich war, von mir verlangte" (Ms.

So 80] ... Ich pliidiere in keiner Weise dafUr, wie der Rassenfanatiker, das Recht zu umgehen oder zu miBachten. Dies wiirde zur Anarchie fUhren. Wer ein ungerechtes Gesetz bricht, muB es offen und mit Hingabe an die Sache tun und bereit sein, seine Strafe auf sich zu nehmen .... Wer ein Gesetz bricht, von dem ihm sein Gewissen sagt, daB es Unrecht ist, und der bereitwiIlig die Gefangnisstrafe akzeptiert, urn das Gewissen der Offentlichkeit auf diese Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen, der beweist damit fUrwahr den allerhochsten Respekt vor dem Gesetz" (Kohlberg 1970, S.

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