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Download Deutsch-französische Beziehungen seit der Wiedervereinigung: by Wichard Woyke PDF

By Wichard Woyke

Das Buch zeichnet die Entwicklung der deutsch-französischen Beziehung nach der deutschen Wiedervereinigung nach. Damit haben sich die Rahmenbedingungen der deutsch-französischen Beziehung dramatisch verändert. Deutschland ist vereint, verfügt über die volle Souveränität und hat mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag die Grundlagen für seine Außenpolitik geschaffen.
Das Buch zeigt, wie nach anfänglichen "Irritationen" das deutsch-französische Tandem zu seiner Motorfunktion im europäischen Integrationsprozess zurückgefunden hat, ohne dass nach wie vor bestehende Interessenunterschiede in bezug auf die Europakonzeption überwunden werden konnten.

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Besonders die Initiative vom 19. April 1990 bildete einen Markstein fUr den europaischen IntegrationsprozeB (vgl. Dinan 1994: 165). Allerdings machten die Initiativen auch deutlich, welche unterschiedlichen europapolitischen VorsteIlungen in Deutschland und Frankreich weiterhin vertreten wurden. Der Maastrichter Vertrag weist einen ambivalenten Charakter hinsichtlich der Integrationsmethode auf. In der ersten Saule entspricht er dem Ansatz Monnets und erweitert die supranationale Integration im Politikfeld Wirtschaft - und hier insbesondere im Wlihrungsbereich - wlihrend er in den Saulen zwei und drei, der Gemeinsamen AuBen- und Sicherheitspolitik (GASP) und der Zusammenarbeit in der Innen- und Justizpolitik (ZIJ) den intergouvemementalen Kooperationsformen folgt und somit dem Ansatz de GauIles nach Zusammenarbeit der Staaten entgegenkommt.

Im AbschluBkommunique der Staats- und Regierungschefs heiBt es: " ... Wir freuen uns, daB die Vereinigung Deutschlands unter einem europaischen Dach stattfindet. Die Gemeinschaft wird damr Sorge tragen, daB die Eingliederung des Staatsgebietes der Deutschen Demokratischen Republik in die Gemeinschaft reibungslos und harmonisch vollzogen wird. Der Europaische Rat ist iiberzeugt, daB diese Eingliederung zu einem raschen Wirtschaftswachstum in der Gemeinschaft beitragen wird und erkliirt, daB dabei das wirtschaftliche Gleichgewicht und die monetare Stabilitat gewahrt bleiben miissen.

Die Diskussion iiber den Maastrichter Vertrag in Frankreich beschlidigte die RoUe Deutschlands im europliischen IntegrationsprozeB. Sowohl die Befiirworter als auch die Gegner des Maastrichter Vertrags verteidigten ihre jeweilige Position mit nationalistischen Argumenten. Es ging ihnen nach dem Strukturbruch der internationalen Politik 1989/90 urn den Rang Frankreichs in dem neuen, sich entwickelnden internationalen System. Der Rang Frankreichs wurde, wie auch imrner, durch Deutschland beeintrachtigt.

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