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By Jürgen Gerhards

Biowissenschaftliche Forschungen und deren Anwendung waren in den vergangenen Jahren häufig Gegenstand öffentlicher Auseinandersetzungen. Der Ausgang dieser Debatten hat die Entwicklung der Wissenschaft entscheidend beeinflusst. Die Untersuchung zeigt am Beispiel der öffentlichen Diskurse über die Sequenzierung des menschlichen Erbguts in Deutschland und den united states, wie es den Befürwortern dieser Forschung gelungen ist, eine öffentliche Hegemonie herzustellen: Die öffentliche Debatte wird in beiden Ländern dominiert von wissenschaftlichen Akteuren, die das Projekt der "Entschlüsselung" des menschlichen Erbguts in erster Linie positiv bewerten. Wissenschaftliche und medizinische Deutungen und die damit verbundenen Heilsversprechen dominieren den Diskurs und erzeugen die nötige Legitimation. Dieser Befund gilt gleichermaßen für Deutschland und die united states, aber auch für drei weitere Länder (Österreich, Großbritannien und Frankreich) und die Debatte im net, so dass guy von der Herstellung einer transnationalen öffentlichen Hegemonie sprechen kann.

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2. Erst ab Mitte der 1980er, u. a. im Zusammenhang mit der Geburt des ersten kiinstlich befruchteten Babys (vgl. Hampel et al. 2 Die Vorstrukturierung der Diskurse 55 sion „Chancen und Risiken der Gentechnologie" (Catenhusen und Neumeister 1987) und der so genannten Benda-Kommission (Benda 1985) sowie mit der Diskussion und Umsetzung des deutschen Gentechnikund Embryonenschutzgesetzes zwischen 1988 und 1990 (vgl. Kepplinger et al. 1991: 149ff; Hampel et al. 2001: 191) veroffentlichten auch deutsche Medien zunehmend Artikel zum Themenfeld Biowissenschaften (Hampel et al.

In grofierem Mafistab auf die Agenda gesetzt wurde die Idee einer Sequenzierung des gesamten menschlichen Erbgutes schlieClich durch gemeinsame Bemiihungen von Wissenschaftlern und Wissenschaftspolitikern. 1985 warben der Kanzler der University of California in Santa Cruz, Robert Sinsheimer, und der Medizin-Nobelpreistrager Renato Dulbecco unabhangig voneinander flir die Idee einer Totalsequenzierung des menschlichen Genoms (Cook-Deegan 1995: 79ff, 107ff; van Dijck 1995: 220ff). Im gleichen Jahr schlug Charles DeLisi, Direktor des Office of Health and Environmental Research des Department of Energy (DOE) der US-Administration vor, das DOE konne ein solches Vorhaben fordern und platzierte das Projekt damit auf der politischen Agenda (CookDeegan 1995: 92ff).

Gentech*" oder das Schlagwort „Genom*" vorkommen. Die Ergebnisse zeigen, dass iiber die 1990er Jahre hinweg die Menge der einschlagigen Artikel stetig ansteigt. Die Berichterstattung in der „Frankfurter Allgemeinen" verdoppelt sich zwischen 1992 und 1996 von 200 auf 400 Artikel pro Jahr, d. h. von durchschnittlich 0,7 Artikeln pro gedruckter Ausgabe^^ ^^f Q^ 1 5 Zwischen 1997 und 1999 stieg der Berichterstattungsumfang erneut an, von jahrlich 400 auf ca. 600 Artikel, d. h. also auf durchschnittlich zwei einschlagige Artikel pro gedruckter Ausgabe.

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