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By Wolfram Braun

I. Ein produktionspreistheoretischer Neuansatz Eine Neuauflage bietet oft die Moglichkeit einer grundsatzlichen Revision des Textmate rials, sei es infolge von Kommentaren und Kritik oder einer Vedinderung des Standpunk tes des Autors. Eine grundsl1tzliche Revision struggle hier nicht notwendig, die Weiterfiih rung der unternehmenstheoretischen Studien, insbesondere die Arbeiten zur Preistheorie, machten aber eine Neuorientierung des neoklassischen "markttheoretischen Ansatzes" zugunsten eines, von Sraffa herkommenden neuen kIassischen, neoricardianischen An satzes erforderlich, und diese "produktionstheoretische" Verlinderung blieb nicht ohne Auswirkungen auf die Darstellung im markt-und gleichgewichtstheoretischen TeiI der zweiten Auflage. Es IliBt sich nlimlich die produktionspreistheoretische Vertiefung nicht als bloBe Fortschreibung des markttheoretischen UnternehmensmodeIIs betreiben, der verlinderte methodische Ansatz verlindert auch den Stellenwert und die Interpretation markttheoretischer AnaIyseergebnisse. Daraus entstehen keine disjunkten Theorieansl1t ze, insbesondere dann nicht, wenn, wie in der Erstauflage, die allgemeine Gleichge wichtstheorie mit den Mitteln postkeynesianischer Mikrookonomie (und den Theorien Preisers und Schumpeters) in ein Konzept umgesetzt wird, mit dem sich betriebswirt schaftlich bedeutsame FragesteIIungen behandeln lassen, weil zwischen neoricardiani scher und postkeynesianischer Theorie eine enge Verbindung besteht; es sind aber den noch nieht unerhebliche Eingriffe in die Marktanalyse erforderlich. Insofern ist die "preistheoretische Erweiterung" in dieser Auflage nicht Anhang zur ersten Auflage, sie enthlilt den Kern der Umarbeitung der Neuauflage. Daraus ergeben sich auch Verlinderungen bei der Wahl des Ausgangspunktes unter nehmenstheoretischer Analysen. Ein MarktmodeII der Unternehmungen beginnt sinnvol lerweise mit der aus dem Walrasianischen Gesamtansatz entwickelten neueren aIIgemei nen temporalen und intertemporalen GIeichgewichtstheorie (Hicks bzw. Arrow und Debreu)l. Diese Ausgangsposition conflict auch Ausgangsposition der Erstauflage.

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Diese Annahmen sind einmal negativ formuliert: Preise werden nieht als nachfragedeterminierte Preise aus Angebots- und Nachfragekurven abgeleitet; ebenso werden Preise und Mengen nicht simultan bestimmt. Fiir diese Trennung von Preis- und Mengenbestimmung kann man konstante Skalenertrage annehmen; eine solche Annahme ist aber nieht notwendig - sie wiirde zudem die dem Preismodell folgenden Analysen eher behindern. Zum anderen enthalt das Modell, "positiv formuliert", die Annahme, daB relative Preise nieht aus marginalen Veranderungen nach dem Grenzkostenprinzip, sondern bei gegebenen Aktionsniveaus und gegebenen Einsatzverhaltnissen der Produktionsfaktoren nach dem Vollkostenprinzip determiniert sind.

Neben geringeren internen Finanzierungsanteilen wird die externe Kapitalbeschaffung entsprechend der abnehmenden Eigenkapitalquote schwieriger resp. teurer. Grenzproduktivitlit der Investition") der Umfang des ertragbringenden Investitionspotentials abo Er nimmt zu, je Mher das Unternehmen in der Kostenhierarchie steht Diese Kosten/Eigenkapital/Ertrags-Struktur im Oligopol kann mit innovativen Investitionen zum Zwecke der Verlinderung der individuellen Kosten- und Eigenkapitalposition durchbrochen werden lS • Der Innovationswettbewerb ist also zugleich und vor allem ein Kostenwettbewerb.

Diese zusatzlichen (internen) Investitionsfonds entsprechen ungeflihr der Summe, die extern aufgebracht werden konnte. Der Unterschied ist wiederum, daB interne Fonds nicht sofort, sondern im Verlaufe einer gewissen Zeit gebildet werden. Urn das genaue GegenstUck zu externen ausgeliehenen Mitteln zu erhalten, mUssen die Erlossteigerungen jeder Periode abdiskontiert und die einzelnen diskontierten Summen aggregiert werden. Wenn man nun die dem Substitutions- und Marktzutrittseffekt geschuldeten "Zinszahlungen" als Prozentsatz der in der Zwischenzeit durch eine Erhohung des Kostenaufschlags im Preis gebildeten zusatzlichen Investitionsfonds nimmt, erhalt man einen impliziten Zinssatz, r.

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