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By Klaus Disselbeck

Das letzte Kapitel un serer Untersuchung ging von sechs Fragen aus: (1) Worin besteht fUr Schiller das challenge der Autonomie der Kunst? (2) Vor welchem Hintergrund stellt sich dieses challenge? (3) In welchem theoretischen Rahmen versucht es Schiller zu losen? (4) Wie laBt sich das challenge der Kunstautonomie systemtheoretisch verstehen? (5) In welcher Weise mussen Schillers asthetische Grundbegriffe refor muliert werden, wenn guy das systemtheoretische Verstandnis dieses difficulties zugrunde legt? (6) Wie verhalten sich die Theorie der asthetischen Erziehung und die Theorie der Kunstautonomie zueinander? (1) Das challenge der Kunstautonomie entsteht dadurch, daB die Kunst einerseits als Mittel der Erziehung, andererseits als ein selbstan diger Zweck behandelt wird. Unterwirft guy die Kunst auBeren Zwecken, so hebt guy ihre Eigengesetzlichkeit auf oder schrankt sie wenigstens ein. Befreit guy sie von auBeren Zwecken und setzt sie mit dem zweckfreien Schonen gleich, dann macht guy sie zum folgenlosen und bedeutungslosen GenuB. Das challenge der Kunstauto nomie besteht demnach in der Frage: Wie kann die Kunst ein eige ner Zweck sein, ohne den Zusammenhang mit den hochsten Zwecken der Kultur zu verlieren oder ihnen zu schaden? Da fUr Schiller moralische Werte die hochsten Zwecke der Kultur verkorpern, liegt folglich das challenge der Kunstautonomie im Zusammenhang zwi schen Kunst und ethical und auf theoretischer Ebene im Zusammen dangle zwischen A. sthetik und Ethik. (2) Das challenge der Kunstautonomie stellt sich vor dem Hintergrund der Asthetik der Aufklarung einersei ts und Kan ts sowie Goethes Asthetik andererseits.

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