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Download Gesundheit bei der Arbeit als Thema von Kammern: by Ulrich Pröll PDF

By Ulrich Pröll

Arbeit in kleinbetrieblich-freiberuflichen Erwerbsmilieus gesundheitsgerecht(er) zu gestalten, ist eine präventionspolitisch drängende Aufgabe. Allein durch staatliche Regulierung oder über Marktmechanismen ist sie nicht zu bewältigen. Gerade auf intermediärer und zivilgesellschaftlicher Ebene sind gezielte Anstrengungen erforderlich, einem milieugerechten kleinbetrieblichen Gesundheitsmanagement ideelle und praktische Geltung zu verschaffen. In diesem präventionsstrategischen Kontext fokussieren die Autorin und die Autoren die Rolle der beruflichen und wirtschaftlichen Selbstverwaltung, des deutschen Kammerwesens (Berufskammern, Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern). Mit systematischen organizations- und Fallanalysen, praktischen Modellentwicklungen und Konzeptstudien entdecken sie in den verschiedenen Kammerarten je spezifische Kommunikations- und Dienstleistungspotenziale für betriebliches Gesundheitsmanagement. Die sektoralen Diffusionschancen einer Themenintegration werden aus innovationstheoretischer Perspektive kritisch diskutiert.

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B. die Erwartung von Erfolg oder Sicherheit in finanzieller Hinsicht (vgl. Pröll/ Gude 2003: 76f. und die dort zitierte Literatur). ; Protsch 2006: 13; Benz/Frey 2003; Fuchs et al. 2006: 142). Dabei scheint die berufliche Zufriedenheit der Selbstständigen relativ unabhängig von Belastungs-, Konflikt- und Anforderungsmerkmalen zu sein (Bissels/ Sackmann/ Bissels 2008: 105). Selbst bei vergleichbaren Konstellationen von Belastungen und Ressourcen zeigen Selbstständige ein positiveres Arbeitserleben als abhängig Beschäftigte (Fuchs et al.

Die dadurch beförderte Konzept- und Modellentwicklung orientierte sich jedoch noch lange Zeit am Arbeitsschutz-Paradigma und versuchte, in der kleinbetrieblichen Arbeitswelt großbetriebs-analoge Konzeptelemente des Arbeitsschutzes in gleichsam „miniaturisierter“ Form zu implementieren. Ein Projekt des institutionalisierten Arbeitsschutzes zielte auf die großflächige Implementation arbeitsschutzbezogener Motivations- und Informationsseminare für Inhaber von Kleinunternehmern (so genannte „Unternehmer-Modelle“ der Berufsgenossenschaften).

Stark zyklische Belastungskurven wurden von den meisten also als normale, quasi-natürliche Randbedingung selbstständiger Tätigkeit hingenommen. Die zweite Bedingung einer dauerhaft stabilen Anforderungsbewältigung sahen viele Kleinbetriebsinhaber/innen in einer längerfristig ausgeglichenen Gratifikationsbilanz, die nach der Theorie „beruflicher Gratifikationskrisen“ (efford-reward-imbalance) in hohem Maße gesundheitsrelevant ist (vgl. Siegrist 1996). Noch wichtiger als ein gutes finanzielles Auskommen und die Sicherung der materiellen Existenz ist vielen die Wahrung unternehmerischer Autonomie, die Erfahrung von Selbstentwicklung und die Aufrechterhaltung eines befriedigenden Privat- und Familienlebens.

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