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Download Identität in Bewegung: Prozesse kollektiver Identität bei by Sebastian Haunss PDF

By Sebastian Haunss

Die Arbeit geht von der Hypothese aus, dass Prozesse kollektiver Identität einen wesentlichen Einfluss auf die Mobilisierungsfähigkeit sozialer Bewegungen haben. Es geht darum, zu untersuchen, welche Auswirkungen Dauerhaftigkeit, Flexibilität, Inklusivität und Exklusivität kollektiver Identitätskonstruktionen auf artwork und Dauer des Engagements der AktivistInnen haben. Im Fokus steht insbesondere die Verschränkungen von Politik und Alltag, da dort, wo Bewegungshandeln und Alltagshandeln der AktivistInnen ineinander übergehen oder miteinander konfrontiert werden, Prozesse kollektiver Identität eine besonders wichtige Rolle spielen. Wie diese Prozesse in sozialen Bewegungen ablaufen, welche Formen sie annehmen und aus welchen Elementen sie sich zusammensetzen wird für die Autonomen und die Schwulenbewegung anhand einer Mikro-Diskursanalyse ihrer Bewegungs-Zeitschriften untersucht.

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Darstellungen der Entwicklung der Bewegungsforschung aus einer US-amerikanischen Perspektive verweisen in der Regel darauf, dass sozialpsychologische Arbeiten in der Collective Behavior-Tradition lange unter dem berechtigten Verdacht standen, soziale Bewegungen als irrationale Krisen- oder Zusammenbruchsphanomene zu begreifen. Erst Ende der 1980er Jahre habe sich dort ein erneutes Interesse an Gruppenprozessen entwickelt, das mit dem Instrumentarium des vorherrschenden RMA nicht befriedigt werden konnte und das zu einer Wiederentdeckung und Weiterentwicklung sozialpsychologischer Ansatze gefUhrt hat (vgl.

In dieser Umbruchsituation liegt - folgt man Touraine - die Funktion und damit die kollektive Identitat sozialer Bewegungen darin, die technokratische Ordnung der programmierten Gesellschaftll in Frage zu stell en und zu ihrer Uberwindung beizutragen. Folgerichtig richtete sich seine Forschung darauf, zu untersuchen, welche existierenden Bewegungen das Potenzial in sich tragen, Trager gesellschaftlichen Wandels in dieser Phase der Geschichte zu sein. 3. Ein dritter Strang nahert sich kollektiven Identitaten schliefilich aus einer handlungstheoretischen Perspektive.

Inde bei der Wahl bestimmter Strategien und Taktiken in sozialen Bewegungen eine Rolle spielen. inden oft moralische Uberzeugungen und Emotionen, Ereignisse, die Jasper »moral shocks« nennt, sind oft Ausgangspunkte sozialer Bewegungen. Rituale dienen dann dazu, Protest Dauerhaftigkeit zu verleihen, indem sie auf einer emotionalen Ebene moralische und kognitive Uberzeugungen starken und reproduzieren. AhnIich wie Epstein betont auch Jasper die Rolle altemativer Subkulturen sowohl bei der Rekrutierung als auch in Hinblick auf die politische und aktionistische Ausrichtung von AktivistInnen.

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