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Download Israel: Grundwissen-Länderkunde Geschichte Politik by Prof. Dr. Michael Wolffsohn, Douglas Bokovoy (auth.) PDF

By Prof. Dr. Michael Wolffsohn, Douglas Bokovoy (auth.)

"Israel-Grundwissen" will, ähnlich wie die übrigen Veröffentli­ chungen in dieser Reihe des Verlages, grundlegende Daten und Informationen über wichtige ausgewählte Bereiche der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft des untersuchten Staates auf knappem Raum darstellen. Auch dieser Band versteht sich als Einführung und Nachschlagewerk, das Daten sowie Informationen leicht und schnell abrufbar vorlegt. Abbildungen und Tabellen sollen Ler­ nenden und Lehrenden, die dieses Buch verwenden, die Arbeit erleichtern. Literaturverweise und -verzeichnisse wurden auf ein Mindestmaß beschränkt. Soweit wie möglich werden Materialien für den Zeitraum von 1882, dem Beginn der zionistisch motivierten Einwanderung nach Palästina, bis Juni 1996 vorgelegt. Die amtlichen Statistiken lie­ fern zwar die besten, doch nicht immer die aktuellen Daten. Hinter der Masse unpersönlicher Daten darf freilich nicht der Mensch vergessen werden, sie sollen ihn nicht "abschaffen" (Ten­ bruck) , vielmehr als Kürzel andeuten, wieviel Leistung er er­ bracht, Leid ertragen, Hoffnungen verwirklicht oder begraben hat. Ein Beispiel: Die Zahlen zeigen uns für die Jahre von 1932 bis 1938 einen dramatischen Anstieg der jüdischen Einwanderung nach Palästina. Daß sich dahinter der Aufstieg des Nationalsozia­ lismus verbirgt, muß jedermann mitbedenken. Oder: Zwischen 1947 und 1948 wurden die Araber Palästinas aus einer Mehrheit zu einer Minderheit. Hier muß guy sich des erbarmenswerten Schicksals der Flüchtlinge und Vertriebenen bewußt sein. Wegen des begrenzten Umfangs dieses Buches, blieben diese Aspekte weitgehend unerwähnt, doch fehlt es wahrhaftig nicht an qualitativ und normativ höchst unterschiedlichen Veröffentlichungen zu die­ sen Themen. Daten schaffen additionally den Menschen nicht ab, sondern zeichnen seine Existenz nach.

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1920 durchgeführt. Die Gestaltung der Politik des Jischuw übernahm der von der Delegiertenversammlung (Assefat Haniwharim) gewählte Nationalrat (Waad Leumi), dessen Mitgliederzahl von 1920 bis 1948 zwi55 schen 23 und 42 schwankte. Der Nationalrat erfüllte in zunehmendem Maße die der DV zugedachten parlamentarischen Funktionen und tagte mehrmals im Jahr. Ausführendes Organ des Nationalrates war der 6-14köpfige Vorstand des Nationalrates (Hanhalat Hawaad Haleumi), den die Mitglieder des Nationalrates aus ihrer Mitte wählten.

Yehoschafat Harkabi, ehemals Professor für Politikwissenschaft an der Hebräischen Universität Jerusalem, davor Chef des militärischen Nachrichtendienstes, hält eben diesen Bar Kochba für einen Irrationalisten, der sein Volk in einen sinnlosen, selbstmörderischen, weil aussichtslosen Kampf führte. Harkabi (1983) schägt daher eine "Revision" des Geschichtsbildes über Bar Kochba vor, um aus den Fehlern von gestern vor den Gefahren irrationaler Politik heute und morgen zu warnen. "Eine Nation, die ihr Bild über die eigene Vergangenheit ändert, wird auch ihre Zukunft verändern," meinte Harkabi.

Der Holocaust wurde daher natürlich vom Zionismus, von Israel und von der verweltlichten Mehrheit des jüdischen Volkes nicht als Gottes Strafe, sondern als Hitlers Teufelswerk interpretiert. Eine kleine orthodox-jüdische Minderheit sah es anders: Glaubwürdigen Quellen zufolge bezeichnete ein ungarischer Rabbiner kurz vor seiner Ermordung in einer Gaskammer des Vernichtungslagers Auschwitz seinen unmittelbar bevorstehenden Tod als "Gottes Strafe" dafür, daß er den gotteslästerlichen Zionismus nicht energischer bekämpft hätte; eine für die meisten von uns ebenso erschütternde wie nicht nachvollziehbare, jedoch religiös schlüssige Auffassung.

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