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Download Koedukation-Jungenschule auch für Mädchen? by Klaus Hurrelmann PDF

By Klaus Hurrelmann

Die Gleichstellung von Frauen und Mannern ist in der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen gesetzlicher Bestimmungen de jure weitgehend er reicht. Dennoch bestehen de facto soziale Benachteiligungen in den verschie densten Gesellschaftsbereichen: So sind Frauen in den Bereichen Wirtschaft, Technik, Wissenschaft und Politik immer noch stark benachteiligt und finden keine ihrem Anteil an der Bevolkerung annahernd entsprechende Reprasenta tion. AuBerdem haben Frauen eher die untergeordneten und assistierenden Positionen inne, demeanour eher die fiihrenden und beaufsichtigenden; zudem konzentrieren sie sich iiberwiegend auf wenige "frauentypische" Berufe. 1m Bildungssystem dagegen, vor allem im Sekundarschulbereich, sind Madchen auf den ersten Blick angemessen reprasentiert, so daB bereits von einer sozialen Benachteiligung der Jungen in Realschulen und Gyrnnasien ge sprochen wird (vgl. Niedersachsischer Landtag 1978, 1979). Fraglich ist aber, ob aus einer solchen zahlenmal3ig guten Vertretung von Madchen in diesem Sektor des Bildungssystems gefolgert werden darf, daB sie damit die gleichen Bildungs-und Berufschancen haben wie Jungen und ob sie damit der faktischen Gleichberechtigung ein caught naher gekommen sind (so z.B. Hogner 1978, Kernich-Mohringer 1978, Krinner 1979, Kohler und Zymek 1981, Eigler et al. 1980).

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Dagegen ist der Anteil berufstatiger Frauen urn 29% gestiegen. B. Silbermann und Kruger 1971; Sollwedel1971) - uberwiegend vorindustrielle Berufe genannt. An erster Stelle der Nennungen, stehen Buroberufe, gefolgt von Verkaufs- und Pflegeberufen, hauswirtschaftlichen und gastronomischen sowie der Angabe "Arbeiterin". Die berufstatigen Frauen sind in den untersuchten Lesebuchtexten uberwiegend unverhciratct, an zweiter Stelle stehen verwitwete, geschiedene und getrennt lebende Frauen. Nur rund 7% werden als verheiratete, berufstatige Fraucn und Mutter geschildert.

Sport. Wett- und Gelandespiele) aufgefiihrt wurden, als von Jungen und Madchen gleichgeschlechtlicher Klassen, vor allem in der Kategorie "Einzelbeschaftigung". ). Was die Biicherwiinsche der J ungen und Madchen betrifft (Einordnung in die spezifisch mannlichen oder weiblichen Bereiche Abenteuer (m), Entdeckungen (m), Wanderungen (m), Erziehung (w), Tiere (w) und Soziales (w), so wird aus dem gewonnenen Datenmaterial des "Schweizer Biicherkatalogtests" kein nennenswerter Unterschied zwischen den Neigungen der Madchen und Jungen 35 in gleichgeschlechtlichen und gemischten Klassen ersichtlich.

Das Bevorzugen einiger weniger Studienfachreservate setzt dort in der Regel die durch die Schulzweigwahl erfolgte Vorentscheidung fUr einen spezifischen Facherkanon fort. Dies soll empirisch zunachst anhand einer alteren Untersuchung aus dem Jahre 1962/63 dargestellt werden, in der nach Gymnasialzweig. Fakultatszugehorigkeit und Geschlecht differenziert wird (siehe Zinnecker 1972). Es stellt sich dabei heraus, daB der besuchte Gymnasialzweig bei beiden Geschlechtem die Studienfachwahl beeinfluBt, wobei das AusmaB der Beeinflussung bei mannlichen Studienanfangem etwas ausgepragter zu sein scheint 41 als bei weiblichen.

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